Kariesentfernung

Wie wird Karies behandelt?

Karies ist eine Krankheit

Karies ist kein Zustand sondern eine ansteckende Krankheit. Vier Faktoren bestimmen die Entstehung: Zähne, Bakterien, Nahrung und Zeit.

Der Hauptverursacher, Streptococcus mutans, produziert dabei organische Säuren, die wichtige Mineralien aus dem Zahnhartbelag (Schmelz) herauslösen. Die herausragende Nahrung für diesen Keim sind niermolekulare Kohlenhydrate (Zucker und gezuckerte Speisen oder Getränke) und Zahnbelag.

Prinzipiell regeneriert sich der Säurehaushalt in unserem Mund von selbst durch den Speichel. Häufige Zuführung von Zucker, zuckerhaltigen Getränken und Speisen unterbricht diese Regeneration immer wieder.

Vorbeugung

Es ist daher besonders wichtig, zwischen der Aufnahme von Nahrung oder Getränken ausreichende Pausen einzulegen, in welchen der Speichel die Säuren neutralisieren und die Zahnsubstanz remineralisieren kann.

Unmittelbar nach der Nahrungs-und Getränkeaufnahme wird der Zahnschmelz durch den geänderten Säurehaushalt „weich“ und remineralisiert sich innerhalb von 20-30 Minuten, was auch der früheste Zeitpunkt für das Putzen der Zähne sein sollte. Dauerhaft würde man andernfalls den Zahnschmelz „wegputzen“.

Wer es aushält, sollte nach dem Zähneputzen nicht spülen, sondern nur auspucken, da dann die in der Zahnpaste enthaltenen Mineralien (vor allem Fluor) länger erhalten bleiben.

Der Speichel regeneriert den Säurehaushalt im Lauf des Tages und jede Unterbrechung ist prinzipiell schlecht für den Zahnschmelz. Süssigkeiten und ähnliche sollten daher besser auf einmal, statt über den ganzen Tag verteilt eingenommen werden.